Vereinscronik

Rodelclub Dornbirn

Geschichte des Rodelclubs Dornbirn
Nach dem Krieg fanden die Mühlebacher „Bockrodelrennen“ statt. Die Strecke führte von der Abzweigung Kühbergweg , Staufenweg übers obere Bürgle bis zur Kapelle Mühlebach. Das waren die ersten Rennen von Ernst Rohner. Die besten Fahrzeiten betrugen fünf bis sieben Minuten.
Da das Rodeln Ernst Rohner so gut gefiel, tritt er im Jahre 1950 mit sieben weiteren Dornbirner dem Schlittenclub Lindau bei. Zu dieser Zeit gab es in Vorarlberg keinen Rodelverein.
Eine Sensation war, das Josef Dengl und Hans Girstmair Rennrodel besaßen, sie gehörten zum Rodelclub Imst.

1953

wurde der Rodelclub Dornbirn gegründet. Ernst Rohner trat als aktiver Rodler bei und übernahm die Funktion des Kassiers.
Den ersten Erfolg hatte Ernst, beim zweiten Arlbergpassrennen am 27. Dezember 1953, für den RC Dornbirn. Die Strecke führte vom Arlbergpass runter zum Bahnhof St. Anton. Er erhielt den ersten Platz mit einer Zeit von 7,06.7 Minuten

1957

gründeten die Vereine Götzis, Alberschwende, Mellau und Dornbirn den Vorarlberger Rodelverband! Zum Präsident wurde Ernst Rohner gewählt. Diese Funktion übte er 28 Jahre aus. Eine Menge Großveranstaltungen wurden in guter Zusammenarbeit mit den Vereinen durchgeführt. Gemeinsam erreichten wir dabei sehr große Erfolge für die Vorarlberger Rodler/innen.

Die schönsten Erfolge waren:

1959 Großer Preis von Österreich, Rennrodeln, Naturbahn in Mellau;
1962 Int. Vierländertreffen in Dornbirn;
1962 Geplant ein Bau einer Kunstbahn in Dornbirn Ammenegg;
1967 Österr. Juniorenmeisterschaft, Rennrodeln, Naturbahn in Tschagguns;
1968 Mit Elfriede Wirger stellte der V.R.V. erstmals eine Olympia Teilnehmerin!
1968 Österr. Staatsmeisterschaften, Allg. Klassen, Naturbahn in Tschagguns;
1971 2. Europameisterschaften, Rennrodeln, Naturbahn in Tschagguns;
1972 Österr. Juniorenstaatsmeisterschaft, auf der Kunstbahn in Bludenz
1974 Österr. Staatsmeisterschaft, auf der Kunstbahn in Bludenz;
1976 Edgar Rohner wurde Österr. Juniorenstaaatsmeister (im Einzel und Doppel) auf der Kunstbahn in Imst; er kam in den Nationalkader!
1977 Österr. Jugend- und Juniorenmeisterschaft, auf der Naturbahn in Vandans;
1978 Österr. Staatsmeisterschaften in Rennrodeln, auf der Naturbahn in Vandans;
1979 Österr. Staatsmeisterschaften, auf der Kunstbahn in Bludenz;
1981 Europa Juniorenmeisterschaften, auf der Kunstbahn in Bludenz;
1982 Ernst Rohner baute den ersten Rollenrodel;
1983 Int. Frühjahrspokal, in Dornbirn (dabei waren 178 Teilnehmer);
Der RC Dornbirn veranstaltete auch einen Vereinsball, mit 300 Gästen, sowie ein Preisjassen mit 188 Teilnehmer/innen. Der Gemeinschaftscharakter war dem Verein sehr wichtig.
1984 Juniorenweltmeisterschaften, auf der Kunstbahn in Bludenz;

In dieser Zeit (1957 bis 1985) gab es sehr viele Vereine und Sektionen in Vorarlberg:
RC Götzis,WSV Alberschwende,WSV Mellau,WSV Andelsbuch,WSV Au,WSV Bludenz,WSV Braz,WSV Frastanz,WSV Fellengatter,WSV Vandans,WSV Tschagguns,VV Sulzberg und den RC Dornbirn.
Neben den Aufgaben im Verein und Verband war Ernst Rohner auch bei vielen Großveranstaltungen im In und Ausland dabei. Er war als Kampfrichter tätig und auch einige Jahre als Fachwart beim ASVÖ.
1985 Ernst Rohner erhält die Auszeichnung zum Ehrenpräsidenten vom Vorarlberger Rodelverband
Neben den Naturbahn-Rennrodelrennen im Ländle nahmen wir auch an Rennen im Tirol, Deutschland, Schweiz und Lichtenstein teil.

Auf welchen Kunstbahnen fuhren die Rolder/innen früher?
Auf der Kunstbahnen „Adler“ (Bob u. Rodelbahn, Hinterzarten Schwarzwald), sie hatte 11 Kurven , die Zielkurve war gemauert.
Die Bob-Bahn Girenbad (Hohlweggasse) hatte 11 Kurven, die letzten drei Kurven waren 4 Meter hoch gemauert.
In Kufstein war die gesamte Bahn gemauert.
Auch in Imst war die gesamte Bahn ein Mauerwerk.
In Igels war zuerst die alte Kunstbahn, die 1975 erneuert wurde. Die neue Bahn war so gut, dass sie zur Olympiabahn ernannt wurde. Wir waren auch am Start bei den Olympischen Winterspielen.

Entwicklung des Bahnbaues in Dornbirn:

Früher wurden die ersten Rennen auf den Straßen gefahren. Durch den zunehmenden Verkehr, musste man neue Wege finden.
Zuerst fuhr man auf der alten Bödelestraße, dann versuchte man auf dem Weg vom Fähnle Kreuz zu fahren und zum Schluss fand man die Tobler Viehweide.Diese Viehweide war ideal für den Bau einer neuen Naturbahn.
1962 wurde die Trasse für eine 550 Meter lange Kunstbahn ausgeschoben. Die Kurven wurden durch Erdämme erhöht. Da das Geld für den weiteren Ausbau fehlte, wurde nicht weiter gebaut. Diese Bahn in Ammenegg wird heute noch als Naturbahn benutzt. Um eine noch besser Bahn zu haben, wurde sie auf 850 Meter verlängert und die Breite beträgt jetzt zwei Meter. So entstanden sehr gute Bedingungen für die Rodler/innen.

Schöne Ereignisse - Rodelrennen:

Zum 50-Jährigen Jubiläum des Rodelclub Dornbirns, wurden die Österr.Meisterschaften im Sportrodeln, auf unserer Bahn in Ammenegg ausgetragen. Dieses schöne Ereignis wurde von vielen Helfer/innen des RC Dornbirns getragen, dafür möchte sich Ernst Rohner noch einmal recht herzlich bedanken.

Ein besonderes Ereignis war das Rollenrodelrennen, am 20. August 2000 in der Stadt Dornbirn. Der Start war bei der Volksschule Oberdorf, vorbei an der Kirche bis zum Gasthof Löwen, das Ziel war in der Weißachergasse. Die gesamte Weltklasse aus 6 Nationen war am Start.

Chronologische Zusammenstellung:

Ernst Rohner, Ehrenobmann d. Rodelclub Dornbirn